Die Geschichte der Schokolade
Die Kakaopflanze wurde bereits in der Zeit um 1500 vor Christi in Mexiko entdeckt und dort erkannte man relativ schnell den Wert der Kakaobohne. Man hielt sie für heilig und nur adelige Männern, Priestern und Kriegern war der Konsum der Kakaobohne erlaubt, denn man glaube, dass die Bohne wie ein Rauschmittel wirkt. Aus diesem Grund verbot man Frauen und Kindern den Genuss. Der Eroberer Hernan Cortez brachte die Kakaobohne erstmal im 16. Jahrhundert nach Europa und führte sie am spanischen Hof vor.
Zunächst fand die Kakaobohne dort wenig Anklang, denn Kakao an sich enthält keine eigene Süße. Schließlich begann man am spanischen Hof mit Honig und Rohrzucker zu experimentieren und kam auf den Geschmack. Allerdings war die Kakaobohne in diesen Zeiten noch so selten und damit so teuer, dass nur der Adel sich den Konsum erlauben konnte, dem Volk blieb Kakao vorerst vorenthalten.
Erst der Holländer Van Houten entwickelte sehr viel später ein vollkommen neues Verfahren. Er presste und zermalte die Kakaobohnen und spaltete dadurch die Kakaobutter vom Kakao ab. Mit der Entwicklung dieses Verfahrens breitete sich Kakao mehr und mehr in Europa aus. Er galt sogar als Kräftigungsmittel und wurde in Apotheken verkauft.
Parallel hierzu entwickelten sich die ersten Schokoladenfabriken in Deutschland und in Holland. Einige existieren sogar heute noch.